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SHK-Info

Erste Hilfe, wenn die Heizung ausfällt

Bevor der Notdienst kommt: Ventil, Strom, Brennstoff, Störmeldung und Wasserdruck selbst prüfen – in dieser Reihenfolge.

Bevor der Notdienst kommt

Eine Situation, die niemand erleben möchte: Die Heizkörper bleiben kalt, im Haus wird es ungemütlich. Möglicherweise ist die Heizung ausgefallen und ein Notdienst nötig. Doch einige Ursachen lassen sich selbst prüfen – und nicht selten läuft die Anlage danach wieder. Die fünf häufigsten Störungen und was man dagegen tun kann.

Was nicht selbst gemacht werden sollte Alles, was Gas, Brenner oder Elektrik betrifft, bleibt dem Fachbetrieb vorbehalten. Die folgenden Schritte sind Sichtkontrollen und einfache Handgriffe ohne Werkzeug am Wärmeerzeuger.

1. Festsitzendes Heizkörperventil

Alle Heizkörper werden warm, nur einer bleibt kalt. Dann sitzt oft das Heizkörperventil fest und öffnet nicht mehr – besonders nach dem Sommer kann der Ventilstift innen verkleben. Zur Prüfung den Thermostatkopf abschrauben. Darunter sitzt das Ventil mit einem kleinen Stift, der sich mit einer Zange vorsichtig hinein- und herausbewegen lässt. Er sollte leichtgängig sein und ohne Kopf von allein herausfahren. Hilft das nicht, kann der Fachbetrieb den Ventileinsatz tauschen – ohne die Anlage zu entleeren.

Heizkörperventil mit aufgesetztem Thermostatkopf
Ventil ohne Thermostatkopf – der kleine Ventilstift ist sichtbar
Ventilstift wird mit einer Zange vorsichtig bewegt

2. Keine Stromzufuhr

Bekommt die Heizung überhaupt Strom? Der Heizungsnotschalter – meist ein roter Schalter an der Kellertür oder am Heizraum – wird gelegentlich aus Versehen betätigt. Auch eine ausgelöste Sicherung im Verteiler kommt infrage. Ist das Display des Wärmeerzeugers dunkel, zuerst hier nachsehen.

Heizungsnotschalter mit roter Kontrollleuchte

3. Fehlender Brennstoff

Ohne Heizöl keine Flamme. Ob im Tank noch genug ist, zeigt der Ölstandsanzeiger – der gelegentlich festsitzt; dann lässt er sich abschrauben und durch Auf- und Abbewegen prüfen. Bei einer Gasheizung sollte der Gashauptabsperrhahn kontrolliert werden: Steht der Griff quer zur Leitung, ist er geschlossen. Bei Pellets lohnt der Blick in den Vorratsbehälter und auf die Förderschnecke.

Ölstandsanzeiger auf dem Heizöltank
Gashauptabsperrhahn in geöffneter Stellung
Heizölfilter mit Schauglas

4. Die Heizung steht auf Störung

Moderne Anlagen zeigen im Display sofort eine Störmeldung mit Fehlercode; alle Fehler werden mit Datum und Uhrzeit gespeichert. Bei älteren Anlagen gibt es oft nur eine rote oder orangefarbene Störlampe. In beiden Fällen kann man über den Entstör- oder Reset-Knopf versuchen, die Heizung neu zu starten. Oft reicht das, damit das Haus wieder warm wird. Tritt die Störung wiederholt auf, den Fehlercode notieren – das hilft dem Kundendienst, gezielt zu kommen.

Bedienfeld eines älteren Kessels mit Störlampe und Entstörknopf

5. Niedriger Wasserdruck oder Luft

Durch Füll- und Nachfüllvorgänge, viele Verschraubungen oder ein defektes Ausdehnungsgefäß gelangt Luft in die Anlage. Sie macht Geräusche und lässt sich mit dem Entlüftungsschlüssel am Heizkörper ablassen. Sinkt der Anlagendruck unter den Mindestwert, schaltet mancher Wärmeerzeuger ab; geringe Mengen können per Hand nachgefüllt werden. Ist der Wasserverlust aber auffällig hoch oder kehrt die Luft ständig zurück, sollte der Fachbetrieb die Ursache suchen, bevor Folgeschäden entstehen.

Herstellerneutral zusammengestellt von der Redaktion SHK INFO. Zuerst erschienen am 5. Dezember 2021 als „Erste Hilfe bei den 5 häufigsten Heizungsstörungen“ im SHK-Info-Blog, für die neue Seite überarbeitet im Oktober 2026. Angaben nach bestem Wissen, ersetzen aber keine Prüfung der Anlage im Einzelfall.

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  • Erste Hilfe bei den 5 häufigsten Heizungsstörungen

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